Schulkonzept

Die Deutsche Schule Málaga Stadt ist als selbständige, vom spanischen Erziehungsministerium genehmigte Privatschule geplant.

Ähnlich wie die Deutschen Schulen in Barcelona, Bilbao, San Sebastián, Las Palmas de Gran Canaria, Madrid, Marbella, Santa Cruz de Tenerife und Valencia soll auch die Deutsche Schule Málaga Stadt zu einer voll ausgebauten „Begegnungsschule“ entwickelt werden.

In einem fortgeschrittenen Stadium wird die Deutsche Schule Málaga Stadt von der “Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland“ (KMK) als offizielle Auslandsschule anerkannt und beaufsichtigt.

Die „Zentralstelle für das Auslandsschulwesen“ (ZfA) wird im Auftrag des Auswärtigen Amtes die Schule personell und pädagogisch unterstützen.

 

Ausbildungsziele

Bilinguale Ausbildung deutsch- und spanischsprachiger Schüler.

Bereits in der Vorschule werden die Voraussetzungen für die Integration der spanischsprachigen Schüler durch das behutsame Erlernen und Erleben der deutschen Sprache geschaffen; umgekehrt werden auch die deutschsprachigen Schüler mit der spanischen Sprache vertraut gemacht.

Die sprachliche Ausbildung umfasst neben den Muttersprachen Deutsch und Spanisch auch Englisch und Französisch.

Sicherstellung eines reibungslosen Wechsels auf Schulen in Spanien, Deutschland, der Schweiz, Österreich oder andere deutsche Auslandsschulen.

Die schulische Ausbildung schliesst mit der jeweiligen Reifeprüfung ab und ermöglicht so den Zugang zu spanischen und deutschen Universitäten.

Die Ausbildung dient nicht nur der Vermittlung von Wissen, sondern sie soll die Schüler auch zu selbstbewussten, verantwortungsvollen jungen Menschen erziehen, die ihre Fähigkeiten im täglichen Leben sinnvoll und mit Rücksicht auf Umwelt und Mitmenschen einsetzen.




Abschlüsse

Haupt- und Realschulabschluss nach der 9. bzw. 10. Klasse.

Deutsche Allgemeine Hochschulreife (Abitur) am Ende der 12. Klasse.

Spanische Hochschulzugangsprüfung am Ende der 12. Klasse.



Ingangsetzungsprozess

Voraussetzung für die Gründung der Deutschen Schule Málaga Stadt ist ein adäquates Schulgebäude.

Um das bilinguale Ausbildungsziel nicht zu gefährden, soll die Schule ihre Arbeit zunächst mit jeweils einer Vorschulklasse je Altersgruppe (Drei- bis Fünfjährige) sowie mit der ersten Grundschulklasse aufnehmen.

Die Klassenzahl der Schule erhöht sich pro Jahr um mindestens eine Klasse.

Damit der Integrationsprozess zwischen spanischen und deutschprachigen Schülern reibungslos ablaufen kann, wird eine Klassengrösse von nicht mehr als 20 Schülern angestrebt.



Anforderungen an das Schulgebäude

Das Schulgebäude soll sich im Stadtgebiet von Málaga befinden.

Damit das Schulgebäude auch mittelfristig genutzt werden kann, sollte es mindestens über acht Klassenräume verfügen.

Zudem müssen Räumlichkeiten für Sekretariat, Lehrerzimmer, Bibliothek, Küche, Toiletten, Sport- und Spielplätze zur Verfügung stehen.

Der Standort des Schulgebäudes erfordert eine angemessene Infrastruktur (Zugangswege) und Parkmöglichkeiten.



Personalstruktur

In den ersten Jahren wird der Unterricht von so genannten Ortskräften (bereits im Raum Málaga wohnende oder in Deutschland angeworbene Lehrkräfte) erteilt.

Darüber hinaus werden ein Verwaltungsleiter und eine Sekretärin benötigt.

Als Voraussetzung zur Anerkennung der deutschen Reifeprüfung wird die deutsche “Zentrale für das Auslandsschulwesen” zu einem späteren Zeitpunkt eine genügend grosse Anzahl von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften und einen Schulleiter an die DSMS entsenden.



Argumente für die Gründung der DSMS

Historie

Die bestehende Deutsche Schule in der Provinz Málaga (in Marbella) wurde 1898 in der Stadt Málaga gegründet.

Im Jahre 1945, nach dem zweiten Weltkrieg, wurde die Schule durch die spanische Regierung enteignet und geschlossen.

Im Jahre 1966 richtete der 1998 verstorbene deutsche Honorargeneralkonsul Hans Hoffmann auf seinem Privatgrundstück in Benalmádena eine deutsche Grundschulklasse ein.

Infolge der grossen Nachfrage wurden die Schüler 1967 als „Deutsche Abteilung des Colegio ECOS“ Gäste der heutigen Nachbarschule in Marbella.

Wegen des weiteren Anwachsens beider Schulen erfolgte dann 1975 die Trennung. Neben dem Colegio ECOS wurde ein eigenes Schulgebäude eingeweiht. Aus der ursprünglichen “Deutschen Schule Málaga” wurde so die “Deutsche Schule in der Provinz Málaga”.

 

 

Nachfrage

In der Stadt Málaga wohnen zahlreiche Familien deutschsprachiger Herkunft (aus Deutschland, Österreich und der Schweiz), die eine deutschsprachige Ausbildung für ihre Kinder wünschen, aufgrund der grossen Entfernung aber von einer Einschulung in die Deutsche Schule Marbella absehen müssen.

Gleiches gilt für die zahlreichen deutschsprachigen Residenten an der östlichen Costa del Sol (Málaga bis Nerja).

In der spanische Bevölkerung besteht eine grosse Nachfrage nach bilingualer Ausbildung (siehe Erfahrungen der Deutschen Schule in Marbella, des Liceo Francés oder englischsprachiger Schulen in und um Málaga).

 

 

Vorteile für die Stadt

Steigerung des internationalen Charakters der Stadt Málaga.

Prestigeobjekt für die Provinzhauptstadt und die Hauptstadt der Costa del Sol.

Standortverbesserung: fördert den Zuzug zahlungskräftiger deutschsprachiger Residenten, verhindert das Abwandern von in Málaga arbeitenden deutschsprachigen Familien in Richtung Westküste. Beispiel: Angestellte der Firma EPCOS verlegen ihren Wohnort in die Nähe der Deutschen Schule Marbella.

Verbesserung des Bildungsangebotes für die Malagueños und Voraussetzung für eine adäquate (sprachliche) Ausbildung gemäss den Ansprüchen einer auf Tourismus / Residentialtourismus ausgerichteten Dienstleistungsgesellschaft.

Schaffung von Arbeitsplätzen.

Fazit

Deutsche Schule Málaga Stadt = Erweiterung der interkulturellen Kompetenz als Vorbereitung auf die Anforderungen der modernen europäischen Gesellschaft.